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Wenn wir gebeten werden, englische Claims/Slogans zu prüfen oder deutsche Claims zu übersetzen, geht ein Seufzer durchs Büro – warum? Weil es für beide Seiten eine relativ frustrierende Erfahrung sein kann. Für uns, weil wir 90% Ihrer Vorschläge aus sprachlichen und kulturellen Gründen ablehnen müssen. Für unsere Kunden, weil so viele „schöne Ideen“ niedergeschmettert werden. Und bei Ihren deutschen Claims, weil eine Übersetzung im konventionellen Sinne fast nie möglich ist. Es ist oft sehr schwer zu erklären, warum ein (von Deutschen) erfundener Claim nicht in Ordnung ist, aber es gibt fast immer einen Haken. Deshalb ist es meistens viel, viel besser und effektiver, wenn Sie als Kunde uns erklären, was Sie mit dem Claim ausdrücken wollen (also Positionierung, Alleinstellungsmerkmale usw.). Anschließend kreieren wir für Sie verschiedene Möglichkeiten, von denen Sie dann eine auswählen. Auch die Übersetzung von deutschen Claims ist eine fast unmögliche Aufgabe, wenn Sie als Kunde mehr oder weniger denselben Wortlaut erwarten – die Grundidee kann man vielleicht transportieren, aber den Claim an sich nicht. Es gibt wirklich nur wenige Fälle, in denen eine wortwörtliche Übersetzung tatsächlich funktionieren kann. Die Hauptgründe dafür sind: Wortspiele: Ein Wortspiel ist eine Doppeldeutigkeit, die sich meistens um ein Wort dreht, das rein zufällig im Deutschen (oder im Englischen) zwei oft sehr unterschiedliche Bedeutungen hat. Wenn Sie eine kurze Übersetzung an uns schicken, denken Sie bitte daran, dass so gut wie kein Wortspiel direkt zu übersetzen ist. Wir müssen neue Wortspiele finden, die inhaltlich genauso gut passen und klingen. Hier einige Beispiele:
Redewendungen (werden häufig im Zusammenhang mit Wortspielen gebraucht): Standardsprüche, die im Englischen anders ausgedrückt werden, wie z.B.:
Und umgekehrt:
Zusammengesetzte Substantive: Wir können zusammengesetzte Substantive oft nicht direkt übersetzen. Zum Beispiel:
Kulturelle Unterschiede: Bitte denken Sie daran, dass wir anderes Essen, andere Sitten, andere Bücher und andere Lieblingsfernsehsendungen haben. Dies sind Themen, die man am besten vermeidet, besonders wenn man eine globale Kampagne führen will. Denken Sie nur an:
Falsches Englisch im Deutschen: Die englischen Begriffe, die von Deutschen benutzt werden, sind oft falsch:
Englisch auf Deutsch ist „cool“: Unser Englisch muss sich im Englischen gut anhören. Deutsches Englisch ist für uns oft „Babysprache“, die wir selber nie verwenden würden.
Englische Begriffe im Deutschen führen bei uns oft zu Missverständnissen. Fazit: Wir brauchen – wie Sie sehen – etwas Spielraum. Uns ist es viel lieber, wenn Sie uns möglichst viel Hintergrundinformation schicken und, sofern vorhanden, auch Bilder, die zum Produkt oder zum Text gehören. Auch wir brauchen Angaben über Positionierung, Grundaussagen, Tonalität, Zielgruppen, usw. Einfach nur einen Halbsatz zu schicken, macht uns das Leben schwer. Wir müssen auch wissen, wieviel Platz (sprich Worte) wir im Layout haben, welche Grundstimmung der Claim/Slogan vermitteln soll und vor allem, was es für andere potentielle Wortspielmöglichkeiten gibt. Claims und Slogans können nur selten übersetzt werden – wir müssen sie neu erfinden. Und nicht vergessen: Wir können nicht garantieren, dass die von uns gelieferten Claimvorschläge nicht bereits unter Copyright stehen oder in ähnlicher Form existieren. Dies müssten Sie juristisch überprüfen lassen, bevor Sie die Claims veröffentlichen.
Bitte achten Sie auf die folgenden Punkte:
Deutsche Formulare mit Adressangaben sind nicht ohne Weiteres ins Englische übertragbar. Besonders bei den Feldern „Name“ und „Vorname“ muss man vorsichtig sein:
Ebenso nicht ohne weiteres übertragbar ist das Feld „Postleitzahl“ – Postleitzahlen stehen im Englischen ohnehin (vgl. auch Beispiele oben) nicht vor, sondern nach dem Ort. Man findet also anstatt den in Deutschland üblichen Feldern „Straße“, „Postleitzahl“, „Ort“ im Englischen schlichtweg das Feld „Address“ und danach das Feld „Post code/Zip“ – Hauptsache, die Postleitzahl steht in einer neuen Zeile unterhalb der Adresse (vgl. Bsp. unten). Achtung! Das Wort „Adresse“ wird übrigens im Englischen mit zwei „ds“ geschrieben: „Address“ Bsp. für ein englisches Adressformular: Company ____________________ Zur Schreibweise von amerikanischen und britischen Adressen: Beispiele Adressen / USA: Reihenfolge/Anordnung der Adresse: Yahoo! Inc. Firmenname oder Software AG Inc. oder Applied Materials oder Ocean Energy oder Johnson Matthey (Firmen)Name oder Kingfisher plc Firmenname
Generelle Anweisungen für den Satz/die Druckerei Ein Dezimalkomma wird durch einen Punkt ersetzt und Tausender durch ein Komma. Beispiele:
Komma und Strich gibt's nicht: also
„million“ wird durch „klein m“ oder auch gelegentlich durch „mn“ abgekürzt. Es wird nie durch „Mio.“ abgekürzt – das ist eindeutig deutsch. „billion“ wird üblicherweise durch „bn“ abgekürzt. Währungszeichen stehen immer direkt (ohne Leerzeichen) vor der Zahl:
Römische Zahlen schreibt man im Englischen meist ohne Punkt – also z.B. III anstatt III. Telefon und Faxnummern: Es gibt keine einheitliche Regelung für die Trennung von Telefonnummern im angelsächsischen Raum. Manchmal wird durch Bindestrich getrennt, manchmal durch Punkt, in den meisten Fällen jedoch durch Leerzeichen. Es wird aber NIE in Zweiergruppen wie im Deutschen eingeteilt. Wir schlagen Folgendes vor: Bitte immer mit Landesvorwahl. Zwischen Landes- und Ortsvorwahl und zwischen Ortsvorwahl und Rufnummer steht ein Leerzeichen. Rufnummer und Durchwahl werden durch einen Bindestrich gekennzeichnet. Bitte keine Zweiergruppen.
Absätze Bitte zwischen den Absätzen immer eine Leerzeile lassen – sonst ist der Verlauf für angelsächsische Augen recht ungewohnt (es sei denn man rückt die erste Zeile ein). also nicht First consider the similarities. With both application
hosting and Application Service Providing (ASP), you access, via a network,
applications operated by an IT service provider in a remote data center. sondern First consider the similarities. With both application hosting and Application
Service Providing (ASP), you access, via a network, applications operated
by an IT service provider in a remote data center. Anführungszeichen stehen immer oben, bitte gerade Anführungszeichen oder “so” und nicht ”so“. Alle Zeichen (Komma, Punkt, Fragezeichen und Ausrufezeichen) stehen grundsätzlich vor dem Anführungszeichen. Beispiel: “Like this.” E-mail, e-business, e-commerce usw. sind wie gewöhnliche englische Wörter zu behandeln. D.h. der erste Buchstabe wird nur am Satzbeginn oder wenn es sich um eine Überschrift handelt großgeschrieben. Beispiel s.o. ss statt ß (ß ist im Ausland unbekannt und wird meistens als ein B verstanden) Bei Briefen wird das erste Wort nach der Grußformel groß geschrieben, auch wenn es nach einem Komma steht. Beispiel: Dear Reader, Trennungen Die Regeln für Trennungen auf Englisch sind GANZ anders als auf Deutsch und teilweise recht undurchsichtig (prod-uct aber pro-duction zum Beispiel). Wenn Sie ein ENGLISCHES Trennprogramm haben, kann das von Vorteil sein – aber nicht 100% zuverlässig.
Bitte schicken Sie uns den fertiggesetzten Text zu, damit wir ihn auch in Bezug auf Trennungen usw. korrekturlesen können. Danke!
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